Audio am BRETT

Urplötzlich sind wir auf DAS BRETT gestoßen.

Genau. BRETT – diese uncharmante Bezeichnung für ein zugeschnittenes Stück Flachholz hat uns inspiriert. DAS BRETT als Tischfläche, als Arbeitsfläche, als Bauelement. DAS BRETT aber auch als Klangobjekt, welches sich der Digitalisierung mit jeder Faser und jedem Astloch erfolgreich widersetzt.

DAS BRETT hat uns nicht mehr losgelassen.

Mehr noch – Audioarbeiten, Radiostücke, Hörspiele erhalten nach und nach ihre Plätze auf DEM BRETT, werden zu Audios AM BRETT oder kurz: zu BRETTcasts. Mal sehen – nein: mal hören, ob zwischen mp3-Codierungen und BRETTmaserungen Impulse hin und her springen. Höchstwahrscheinlich, vermuten wir. Audio AM BRETT schwingt also (das Holz, welches sich als Buche entpuppt, macht mit, versteht sich, aber wohl nicht im standardmäßigen 44100 Hertz-Bereich).

Wir tragen DAS BRETT ins Audiolabor. DAS BRETT trägt Stimmen & Sound.

Audio AM BRETT reflektiert, BRETTikettiert, spiegelt die Zeit IM BRETT, verzögert, hält inne, beschleunigt. Ja, manchmal geht es BRETT auf BRETT, auch was Vision und Fantasie anbelangt. Dies führt uns zum Wortspiel (gesprochen oder gesungen), zum Stimmspiel, zum BRETTspiel. Doch nicht ohne Genuss, denn KäseBRETT und BRETTljause sind immer dabei. (hoffen wir zumindest für die Hungrigen unter den HörerInnen).

So oder so: Willkommen AM BRETT.

Audio-Werkblätter Ich lebte im Oxyquarium

Die Audio-Werkblätter zum Anhören

Begleitend zur Lese-Performance und Textpublikation „Ich lebte im Oxyquarium“ von Evelyn Blumenau können an dieser Stelle sechs lyrische Audiostücke der Autorin angehört werden können. Die angegebenen Seitennummern beziehen sich auf die „Audio-Werkblätter“ in der Textpublikation.

 

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BLATTGOLDEN DAS GEFÜHL / Audio-Werkblatt 1 (S. 27)
Stimme, Text und Produktion: Evelyn Blumenau, © 2025 / Länge: 06:09

Zwischen autobiografisch und autofiktional bewegen sich drei lyrische Texte von Evelyn Blumenau. Wohin führt sie uns eigentlich, diese Liebe? Und wie fühlt sie sich an? Zu hören sind „Feuchttrocken, die Luft“, „Wir begleiten einander“ und „Liebe ist ein Abgrund“. Die Gedichte werden von Soundtracks und Klangstücken der Künstlerin begleitet, die Texte spielen mit Zeit(en)wahrnehmung und verführerischen Abgründen (Eine Variation des Themas wurde erstmals im Rahmen von ‚Chrononima‘ 2025 in einer Langversion veröffentlicht).

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TRANSITRAUM LEBEN / Audio-Werkblatt 2 (S. 49)
Stimme, Text und Produktion: Evelyn Blumenau, © 2025 / Länge: 06:31

Hier wird die ‚Wie leben-Frage‘ gestellt: Die Autorin Evelyn Blumenau nimmt in den Gedichten „Transitraum Leben“ und in „Wie oft?“ eine Art Außensicht ein. Das Prinzip des Lebens ganz neu definieren, jenseits von Machtspiel und eitlem Parlieren? In ihrer literarischen Soundkomposition wird das Leben zur Bühne einer Zwischenwelt, eines Transitraums, der zur Ruhe einlädt. Ein intimer Denkraum wird eröffnet, in dem für Selbstironie wie auch für Innigkeit ausreichend Platz vorhanden ist (eine Variation des Themas wurde erstmals im Rahmen von ‚Chrononima‚ 2025 in einer Langversion veröffentlicht).

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ICH BIN BEI MIR ZU GAST / Audio-Werkblatt 3 (S. 81)
Stimme, Text und Produktion: Evelyn Blumenau, © 2025 / Länge: 03:36

Inspiration für dieses Stück war das Buch „Karlas Lauf gegen die Raumzeit“ von Walter Kreuz. Der starke Wille und die gleichzeitig spürbare Einsamkeit des Mädchens Karla, die vom Autor in eine komplexe Geschichte eingewebt wurde, faszinierten E. Blumenau und dienten als Ausgangspunkt für ihre Bearbeitung. Die innere Zwiesprache der ruhelosen Karla wird darin fortgeschrieben und zu einem lautmalerisches Werk aus Text, Gesang und Naturgeräuschen erweitert. (Variationen des Themas wurden im Rahmen der gemeinsamen Lese-Performances „Lauf, Karla lauf“ ab 2009 live präsentiert).

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KÖNNEN WIR MEHR ALS LEBEN SPIELEN / Audio-Werkblatt 4 (S. 91)
Stimmen: Walter Kreuz, Evelyn Blumenau, Text und Produktion: Evelyn Blumenau
© 2018/2025 / Länge: 03:53

In diesem Audiostück geben Musik und Gesang den Ton an. Kein Spiel, ein Spiel, mein Spiel. Wir haben die Wahl. Wir können mehr als nur Leben spielen. Oder vom Leben träumen. Das Werk basiert auf dem Lied „BADIA, A Secret Tuscan Place“ von E. Blumenau. (2008 erschien das Originallied auf der Doppel-CD Rise der Musikgruppe NoviSad. Eine audiovisuelle Adaption des Liedes wurde 2019 beim Filmfestival Juvinale Salzburg öffentlich präsentiert.)

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MOMENT DER SELBSTBESINNUNG / Audio-Werkblatt 5 (S. 103)
Stimme, Text und Produktion: Evelyn Blumenau, © 2026 / Länge: 04:18

Basierend auf der Komposition „Stimm-Dualitäten“ von E. Blumenau entstand dieses experimentelle Stück im Frühjahr des Jahres 2026. Der Sprechgesang wechselt zwischen melodischer Mehrstimmigkeit und Sprechstimme und erschafft damit einen inneren Dialog rund um das pure Sein. Im Moment der Eigenprägung, in der Wahrheit der Begegnung, im Moment der Selbstbesinnung, in den Zeiten der Erinnerung (2019 wurden Teile der Komposition Stimm-Dualitäten im Rahmen der Lese-Performances „Hier spricht Zeit“ zur Aufführung gebracht).

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HÖRBÄUME / Dieses Hörstück bezieht sich auf die Kurzgeschichte „Mildes Wasser“ im Textbuch (S. 93)
Stimmen, Text und Produktion: Walter Kreuz und Evelyn Blumenau, © 2006 / Länge: 10:02

Sechs Hörportraits – Sechs Bäume aus der Lobau. Schwarzpappel, Linde, Esche, Silberweide, Eiche und Silberpappel bekommen in diesem Stück eine Hörbühne und berichten Wissenswertes über sich und ihre Umgebung. Bereits 2006 übernahmen W. Kreuz und E. Blumenau die Rollen der sprechenden und tönenden Baumwesen und inszenierten Fakten, Kurioses, Kritisches und Erfreuliches aus der (Wasser)Welt des Augebietes. In Kombination mit einer speziellen Soundcollage entstanden sechs Hörbaumportraits. (Die Audiostücke sind an künstlerischen Installationen der Ausstellung „TONAU“ im Nationalparkhaus der Lobau Wien in Langversionen zu hören).

Siehe auch:

Lese-Performance Ich lebte im Oxyquarium
Audioteaser zum Projekt

Audioteaser Ich lebte im Oxyquarium

Audio-Teaser zur gleichnamigen Textpublikation

AM BRETT 148: 2026 lässt die Initiative DAS SPRECH mit ICH LEBTE IM OXYQUARIUM aufhorchen. Evelyn Blumenau fungiert dabei als Autorin, Komponistin und Interpretin. Der Titel bezieht sich auf ihre Lungentransplantation vor dreieinhalb Jahren. Anlässlich des ‚Tags der Organspende‘ wird das Textbuch am 6. Juni 2026 von der Autorin erstmals öffentlich präsentiert. Die Hörstücke wie auch die Erzählungen stammen aus einem Zeitraum von 20 Jahren und beschreiben Kuriositäten des Alltags sowie vielfältige Perspektiv- und Blickwechsel. Für den Audioteaser wurden Ausschnitte aus Erzählungen, lyrischen Passagen und musikalischen Motiven gewählt.

Sprecherin und Autorin: Evelyn Blumenau
Moderation: Walter Kreuz
© Evelyn Blumenau / Wien 2026

 

CHRONONIMA – Projektteaser

Straßen-Hörspiele und Teaser des Projekts CHRONONIMA

Für CHRONONIMA, einem Projekt der Initiative DAS SPRECH, produzierte Evelyn Blumenau STRASSEN-HÖRSPIELE und Projektteaser. Im Rahmen des Projekts Chrononima kommt das Hörspiel zu den Menschen auf der Straße. DAS SPRECH (Initiative für Hör-, Sprach- und Sprechkunst) hat sich für sein Projekt die Begegnungszone Josefsgasse-Lange Gasse in 1080 Wien ausgesucht.

Vorhören/Nachhören der Chrononima-Straßen-Hörspiele
des Zeitraums 04.09. bis 26.09.2025:

Audio-Akt 1: AUFSPIEL DER ZEIT (Info):

Audio-Akt 2: ERINNERUNG oder DIE RÜCKEHR ZUM ELEMENT WASSER (Info):

Audio-Akt 3: BLATTGOLDEN DAS GEFÜHL (Info):

Audio-Akt 4: SEKUNDENSCHRITTE mit SEKUNDENBRÜCHEN (Info):

Audio-Akt 5: WIE LEBEN, OHNE MINDESTENS EINMAL AM TAG … (Info):

Audio-Akt 6: ZWISCHEN ZEIT-LUST UND ZEIT-LIST (Info):

Audio-Akt 7: ODE AN DIE NASE (Info):


Audio-Akt 8: WO LIEGT DIE MITTE EINER STADT?
(Info):

Audio-Akt 9: „IN THE LINE WITH EARTH“ (Nachhören hierInfo)


Audio-Akt 10: DIE SPRACHE ZWISCHEN DEN WORTEN
(Info):


Audio-Akt 11: TRANSITRAUM LEBEN
(Info):


Audio-Akt 12: AUF DEN WELLEN DES SINFONISCHEN DENKENS
(Info):

Teaser des Projekts CHRONONIMA:

Für alle Audios dieser Seite:

Stimmen: Evelyn Blumenau und Walter Kreuz
Sound: Evelyn Blumenau
Produktion: Evelyn Blumenau

Mehr Info auf der CHRONONIMA-Projektseite der Initiative DAS SPRECH

Werkauswahl Audio

gecko art – Werkauswahl Audio

Nachfolgend können einige Werkproben angehört werden. Weitere Audios (insbesondere zu aktuellen Projekten) sind in weiteren Artikeln dieser Seite zu finden.

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Wunsch. Nach Feind. Plus Bild.
Von Attraktivitäten und Wunschfeindbildern
Audiostück der Gruppe gecko art / 09:45

Text: Walter Kreuz
Sprecherinnen und SprecherInnen: Evelyn Blumenau, Tristan Jorde und Walter Kreuz, Moderation: Petra Jeup.
© Blumenau/Kreuz
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In the Line with Earth
Audio piece of the group gecko art / 08:30

Lyrics and music: Evelyn Blumenau / Guitar: Klaus Schuch / Text (poem): Walter Kreuz / Voiceover: Daniel Adam Smith, Brigitte Leitner
© Blumenau/Kreuz
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WIE LEBEN – Shortcut
Teaser zum Projekt

Stimmen: Evelyn Blumenau und Walter Kreuz
Text: Walter Kreuz
© Blumenau/Kreuz
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Meine Schrecke, deine Schrecke
Audiostück der Gruppe gecko art / 21:20

Stimmen: Evelyn Blumenau und Walter Kreuz
Text: Walter Kreuz
© Blumenau/Kreuz
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Dies ist die Wiedergabe meines Gesichts
Audiostück der Gruppe gecko art / 09:41

Stimmen: Evelyn Blumenau und Walter Kreuz
Gesang: Evelyn Blumenau. Text und Soundmix: Walter Kreuz.
© Blumenau/Kreuz
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So etwas wie die Wiege der Welt
Kurzhörspiel der Gruppe gecko art / 20:32

Stimme: Evelyn Blumenau
Text und Gestaltung: Walter Kreuz
© Blumenau/Kreuz
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Werkauswahl Audiovision

gecko art – Werkauswahl Audiovision zu Live-Hörspielen und Performances 

Weitere Audiovisionen zu gecko art-Projekten sind in den unteren Artikeln zu finden.

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Sag’s vielen, vielen … (Teaser zum Live-Hörspiel)

In diesem audiovisuellen Streifzug durch das Live-Hörspiel „Sag’s vielen … vielen!“ der Gruppe gecko art werden Kernszenen aus den Veranstaltungen präsentiert. Evelyn Blumenau und Walter Kreuz ziehen Sprech- und Klangspuren um die tschechisch-österreichische Friedensnobelpreisträgerin BERTHA VON SUTTNER, deren Texte nach wie vor hochaktuell sind. In den vorgestellten Hörbeispielen wechseln Erzählung, Information, Sprechrollen, Echtzeit-Sounds, Einspielungen sowie experimentell-lyrische Sprechteile einander ab. Im Stil eines live vorgetragenen Audiofeatures stellt das Performance-Duo die Frage nach einer Sprache des Friedens in den Raum.
SprecherInnen: Evelyn Blumenau, Walter Kreuz, Text: Walter Kreuz

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HIER SPRICHT ZEIT (Teaser zum Live-Hörspiel)

Zu hören sind exemplarische Textauszüge zum Live-Hörspiel HIER SPRICHT ZEIT der Gruppe gecko art. Das Künstlerduo (Evelyn Blumenau und Walter Kreuz) präsentiert dramaturgisch gestaltete Audiostücke mit seinen Live-Stimmen, zu denen auch atmosphärische Zuspielungen ertönen. Dabei werden Klanggeneratoren und Instrumente verwendet. STEPHEN HAWKING („Eine kurze Geschichte der Zeit“) spricht ebenso mit den Stimmen der AkteurInnen wie ISAAC NEWTON. Auch tritt CHRONOS, Gott der Zeit, mit drohender Stimme auf. Selbstverständlich dürfen auch ALBERT EINSTEIN und WissenschaftlerInnen der Gegenwart nicht fehlen. Und: ZEIT meldet sich höchstpersönlich zu Wort.
SprecherInnen: Evelyn Blumenau, Walter Kreuz, Text: Walter Kreuz

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Stadt spricht Raum (Audiovision)

Stadt spricht Raum – ein Bild-Ton-Feature: Nicht nur der Planet Jupiter kommt durch sogenannte „Falschfarben“ zur Geltung. Auch das Wiener Stadtbild wird in verändertem Farbenspiel zum rhythmischen city poem. Stadt – lyrischer Ort von Verkehrschilderduellen, Fassadenlegenden, Pflasterprotokollen, Verkehrsinselträumen oder virulenter Raum von Stimmenrauschen und Gegenstimmen?
SprecherInnen: Evelyn Blumenau, Walter Kreuz, Text und Gesamtgestaltung: Walter Kreuz

Grammatik der Stille – Hörproben

Audioauszüge aus GRAMMATIK DER STILLE

Hier zu hören sind Auszüge aus „Verabredungen mit dem Wesen der Zeit„, einem begehbaren Audiofeature und dem ersten Tonwerk des Projekts. Die vier Teile klangen jeweils aus Tonstationen im Studioraum des Theaters SPIELRAUM und „betönten“ simultan das ausgestellte Großbild. Es zeigte eine gemalte Paraphrase auf das „Wesen der Zeit“. Auf der Bildhinterseite war aus weiteren vier Tonquellen ein Soundtrack zu hören – das zweite (und instrumentale) Tonwerk des Projekts GRAMMATIK DER STILLE.

v  Auszug/ LOOP 1: ‚Wenn die Infinitive ruhen‘ (Originallänge: 21:02)

v  Auszug/ LOOP 2: ‚Zwischen längster Sekunde und kürzester Ewigkeit‘ (Originallänge: 20:22)

v  Auszug/ LOOP 3: ‚Die Kunst des Wartens‘ (Originallänge: 19:44)

v  Auszug/ LOOP 4: ‚Der Moment vor dem Lächeln‘ (Originallänge: 21:07)


v  Auszug / Soundtrack ‚Moment der Eigenprägung‘
(Originallänge 03:20:00)

Stimmen und Produktion: Evelyn Blumenau und Walter Kreuz
Featuretext: Walter Kreuz
Soundtrack ‚Moment der Eigenprägung‘ und Produktion: Evelyn Blumenau
Gesamtleitung und Projektträger: Initiative DAS SPRECH


Zum Inhalt des 82minütigen Audiofeatures

In assoziativen wie informativen Gedankenbögen umkreist der künstlerische Audiotext den Mut zur Stille und versteht sich als Plädoyer für das Innehalten. Ein Innehalten, das dem Akt der Sinneserfahrung mitunter vorausgeht. In poetischer Form wird der Stille eine „Grammatik“ zugeschrieben, zunächst mit Fokus auf den Infinitiv, „auf Worte in ihren Nennformen. Und auch auf Worte in ihrer Unbestimmtheit in Bezug auf Ort, Zeit und Zweck“.

DIE KUNST DES WARTENS
Stille wird in Relation zu „Warten“ gesetzt, zu „Menschen, die warten“, ihren Wartezeiten und Warte-Positionen. So etwa wird das Firmament über Wien als „sichtbarer Ausläufer von gigantischen Warte-Skulpturen“ bezeichnet. Als gäbe es – gemessen an den großen Zeiträumen von hypothetischen Reisen im interstellaren Raum – eine „kosmische Wartekonstante“. Eine „Kunst des Wartens“ kann sich entfalten, und dies, ohne manch negative Erscheinungsformen des Wartens außer Acht zu lassen. Eine Kunst des Wartens als Kulturtechnik? Es wäre ein Szenengut des „kraftfreien Wartens“, wie es auch dem Abwarten und Zuwarten gebührt. Wartepositionen sind vielfältig – wie etwa das „Steh-Warten“, „Hock-Warten“, Sitz-Warten“ oder „Schweif-Warten“ – letzteres verbunden mit dem Appell „Hört, ihr Leute, lasst euch treiben, schweift und schlendert, schwebt und lebt!“. Einer Bewertung der Welt wird eine „Bewartung“ derselben hinzugefügt. Anstelle von Gutachten treten sogenannte „Zeitachten“.

WAS ZU BEWARTEN BLEIBT
Es geht auch ohne Lähmung und Resignation. Und so wird eine Einladung ausgesprochen, eine Einladung zur Bewartung von Schreckensmeldungen, von Schlagzeilen, von einer Sprache der Verführung, eine Bewartung von politischem, wirtschaftlichem und beruflichem Sprachmissbrauch. Und damit ist keineswegs passives Warten gemeint, vielmehr das kritische Potenzial von Stille und Immanenz.
Der Audiotext endet mit einem Ausblick auf das „Wesen der Zeit“. Was es ist, und in welchem Bezug es zu einem Säugetier steht, das ein unvorstellbar hohes Alter erreichen kann, bleibt zu „bewarten“.

UND WAS SAGEN PROJEKTTEILNEHMENDE ZU WAHRNEHMUNG, ZEIT & CO?

Im Rahmen der „Wahrnehmungs-Zeitfenster des ersten Projektphase von GRAMMATIK DER STILLE führte das Projektteam kurze Interviews mit Teilnehmenden, die an der Medienstation des Schlusspräsentation hörbar waren. Es ging u.a. um besondere Wahrnehmungs-Erlebnisse, aber auch darum, was man das Wesen der Zeit fragen würde, wenn man die Gelegenheit dazu hätte …

v Interviewsammlung zu Sinneserfahrung und zum „Wesen der Zeit“ (29:00)

Ansehen der Audiovisionen des Projekts

AM BRETT 146 /22.11.2023: In Kooperation mit dem Verein DAS SPRECH übernahmen Evelyn Blumenau und Walter Kreuz die Audioproduktion und erarbeiteten Hörmodule zum interdisziplinären Projekt GRAMMATIK DER STILLE, welches im Herbst 2023 durchgeführt wurde. Im Projektmittelpunkt stand die Thematik „Wahrnehmung als künstlerischer Akt“ und deren partizipative Ausgestaltung. Es entstanden drei Kurzaudiovisionen in den Bezirken Leopoldstadt, Landstraße und Josefstadt sowie ein audiovisueller „Tanz mit den Sinnen“ (Gedankenschleifen zum Projekt) und eine Interviewsammlung mit Projektteilnehmenden. Alle Audiovisionen und Hörbeiträge wurden an einer Medienstation im Rahmen der dreitägigen Projektpräsentation vorgestellt.

Grammatik der Stille – Audiovisionen

Im Laufe des Projekts GRAMMATIK DER STILLE der Initiative DAS SPRECH entstanden mehrere audiovisuelle Sequenzen, die bei Zwischenpräsentationen wie auch bei der 3tägigen Schlusspräsentation im Theater SPIELRAUM vorgestellt wurden. Zu sehen sind Auszüge aus den Outdoor-Ergebnissen zu „Bon Voyage und ab in die Dinge“ (Wahrnehmungs-Zeitfenster in den Wiener Bezirken Leopoldstadt, Landstraße und Josefstadt sowie „Ein Tanz mit den Sinnen“ (mit Grundüberlegungen und Gedankenschleifen zu Immanenz und künstlerischer Sinneswahrnehmung).

Audioauszüge aus den Hörmodulen des Projekts

Wir danken allen Teilnehmenden für die produktive städtische Sinneserweiterung. Nähere Infos sind auf der Projektseite der Initiative DAS SPRECH zu finden.

LIEBE IST EIN ABGRUND – eine poetische Miniatur

Hörprobe zur Lese-Performance FRAGEN AN MICH SELBST

AM BRETT 147: Wohin führt sie uns eigentlich, diese Liebe? Wie fühlt er sich an, dieser Abgrund oder wie könnte er sich anfühlen? ‚Liebe ist ein Abgrund‘ eröffnet Raum für neue Assoziationen. Dieses Gedicht ist Teil der Lese-Performance FRAGEN AN MICH SELBST. Stimme, Text und Produktion: Evelyn Blumenau

WIE LEBEN – Shortcut

Teaser zum Projekt WIE LEBEN

Stimmen: Evelyn Blumenau und Walter Kreuz
Text: Walter Kreuz
Produktion: gecko art

AM BRETT 142 /28.10.2022: Eine Frage wandert durch die Zeiten: „Wie leben, wie überleben, wie weiterleben?“ sind grundlegende Fragestellungen des Menschseins. Gutes Leben auf der einen, richtiges Leben auf der anderen Seite – wo liegt der Unterschied zwischen beiden? Ist Wohlstand nur eine Spielart von Bequemlichkeit und Unbeweglichkeit? Liegt die substanzielle Ausrichtung des individuellen Lebens in Hymnen an ungebremstes Wachstum, an Überfluss & Co? Die Ereignislage der Gegenwart (Pandemie, Krieg, Klimawandel) – wie auch Zeitenwenden, Krisen und tiefgreifende Veränderungen generell – ruft anscheinend grundlegende Fragestellungen ans eigene Leben auf den Plan.

Teaser zum Live-Hörspiel ‚SAG’S VIELEN … VIELEN‘

Audiosamples aus der Hörspiel-Performance

Teaser-Longcut (09:00)

Teaser-Shortcut (05:00)

AM BRETT 133/15.09.2018: Zu hören sind kurze Ausschnitte (Sprechtexte und Soundfeatures) zum 60minütigen Live-Hörspiel ‚SAG’S VIELEN … VIELEN! – Die Ahnungen der Bertha von S.‘, einem live vorgetragenem Audiofeature mit informativ-experimentellen Sprechteilen, mit Echtzeit-Sounds und klassischem Hörspielsetting. Teaser zum Live-Hörspiel ‚SAG’S VIELEN … VIELEN‘ weiterlesen