Die Nacht, das Brot und die Liebe

Wie alles begann

Es ist eine zeitlose Geschichte. Basierend auf einer Erzählung von Walter Kreuz konzipierte Evelyn Blumenau die Vorlage für das gleichlautende Hörstück. Es erinnert an einen langen inneren Monolog, weshalb Blumenau die Idee hatte, alle Figuren selber einzulesen und mit einem teilweise hypnotischen Soundtrack zu verweben.

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Vor der Geschichte

Die zwei Hauptfiguren Ingrid und Egon kommen in gecko art-Audioarbeiten übrigens wiederholt vor. In den 1990er Jahren hat es dafür eine reale Entsprechung gegeben, ein älteres Paar, das im Untergrund umherirrte und sehr aufeinander bezogen war. Das AutorInnenteam ist dem Paar in Wiener S-Bahn- und U-Bahnstationen immer wieder begegnet. Es hat sie nie bemitleidet, das wäre völlig unangebracht gewesen, wahrscheinlich auch beleidigend.

Im Untergrund daheim?

Die Motivation von gecko art war, von Menschen zu erzählen, die abseits der sogenannten normalen, stylish glitzernden Welt im Untergrund leben – sofern man sie in ihren Zwischenwelten leben lässt. Ort des Geschehens: eine Schnellbahnstation. Jenseits von Pandemie-Stimmung und von Maskenpflicht geht es um eine ganz und gar nicht zufällige Ausnahmesituation, die in (fast) allen Zeiten spielen könnte. Ein Mann und eine Frau treffen im Untergrund aufeinander. Zwischen Brot, Liebe und Abhängigkeiten navigieren sie ihre schwankenden Existenzen durch psychische Zwischenwelten, Gedankenströme und reale Zusammenstöße.