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Speak up bedeutet Aufsprechen oder die Stimme erheben, eine autonome und persönliche Äußerung, die nicht auf Wiedergabe eines erlernten Kulturgutes oder Wissens basiert. Speak up ist Stellungnahme, Kritik, Bericht und Fiktion mit allen Ausdruckmöglichkeiten der Stimme und ihrer Dramaturgie.
Das Projekt startete im November 2005. Personen aus bestimmten afrikanischen Ländern (Senegal, Burkino Faso, Nigeria, Kamerun, Uganda, Kenia, Mozambique, Ghana), die in Wien wohnen, werden Beiträge für die Speak Up Map (Landkarte der Gegenwartstimmen) gestalten. Auf diesem Wege entstanden Hördokumente aus afrikanischen Ländern, die mitunter nicht den allgemeinen Hörgewohnheiten entsprachen, also keine Gesänge, keine Trommeln, keine Schöpfungslegenden und auch keinen Katastrophenjournalismus beinhalten - „just life which must go on.“ Inhalt und Umsetzungsform des Speak Up – Elements bestimmte sein/e Autor/in selbst. Themen für die speak-up Elemente konnten u.a. Extremerfahrungen aus der persönlichen Vergangenheit, spezielle Ausprägungen in der Alltagswelt sowie Visionen und Fantasien sein. Freies story telling, Sprechbeiträge, Kurzhörspiele sind die Resultate.
Aus diesen Beiträgen wurden ab Dezember 2005 im Rahmen von Workshops in Wien mit SchülerInnen aus Wiener Schulen Audiofeatures gestaltet und auf Orange 94.0 ausgestrahlt. Die SchülerInnen konnten sich mit den S.U.M.- Originalbeiträgen auseinandersetzen, diese Audiodokumente in Features integrieren, moderieren und künstlerisch kommentieren. Ziele
des Projekts war die Ausstrahlung der Features als Radiosendungen, Erstellung
einer CD-Rom, die den Charakter einer Landkarte der Stimmen erhalten hatte,
sowie eine öffentliche Präsentation im Rahmen einer mobilen Ausstellung. Weiterführendes Ziel: Erstellung und Weitergabe eines Methodenpools für die selbstständige Erarbeitung weiterer S.U.M.-Beiträge mit den Möglichkeiten des Internets (Kommunikation per Mail, Webseiten mit Zugangsrechten, Nutzen der Audiorekorder, wie sie auf jedem PC vorhanden sind) sowie deren Nutzung im Unterricht an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen.
S.U.M. Africa war das Folgeprojekt von facing transcontinental, einer Afro-Europäischen Hörspielbrücke zwischen SchülerInnen und Jugendlichen aus Kaduna (Nigeria) und Wien. |
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