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OUT OF BABEL

OUT OF BABEL 
erhielt den 
HANS CZERMAK-PREIS 
2002 
für außergewöhnliche Verdienste für eine gewaltfreie Gesellschaft

ein multikulturelles Spracherfindungsprojekt für Jugendliche

"Tagot, ersgernhet nö-nö duni yes-yes!"

Guten Tag, sehr geehrte Damen und Herren!

 


Audiofeature zum Projekt



Autor: Walter Kreuz
Sprecherin: Evelyn Blumenau

 

 

Fremde Sprache ist keine Bedrohung
Ziel des Projekts OUT OF BABEL ist der Aufbau von Kunstsprachen in einem eigens definierten Kunst-Freiraum. Diese Sprachen sind aus den Muttersprachen der WorkshopteilnehmerInnen sowie aus Wortschöpfungen und gestischen Erfindungen zusammengesetzt. Mit der Vorstellung, dass Sprachen stets in Bewegung sind, möchte gecko-art radikalen Strömungen entgegentreten, deren VorstreiterInnen in fremden Sprachen stets das Fremde und Bedrohliche an sich zu erkennen glauben, in der eigenen Sprache aber die Kommunikationsarmut feierlich übersehen.

GO, BABEL, GO !
Von Oktober 1999 bis Juni 2001 entstanden in über 60 Veranstaltungen 4 voneinander unabhängige Sprachsysteme. Die öffentlichen Präsentationen der entstandenen Sprachen BABELVOOX und BABELÜÜR fanden in Städtischen Büchereien, im Kulturverein Transdanubien sowie in den Räumlichkeiten von media wien statt. Eine Freiluftvariante der Sprachpräsentationen stellten die Babel-Sprachvagabunden dar. Die Installation für diese Aktion bestand aus einem rollenden Wörterbuch, auf dem die Worte per Knopfdruck abrufbar waren.

"wordshops"
Die Sprachen wurden im Rahmen von mobilen "Wordshops" in den Räumlichkeiten der Schulen und Jugendzentren erfunden. Diese neuen Sprachsysteme enthalten Worte und Redewendungen aus 30 in Wien gesprochenen Sprachen (Serbokroatisch, Türkisch, Deutsch, Albanisch, Kurdisch u.v.m.). Eine starke Motivation für OUT OF BABEL  war es auch, wenig bekannte Sprachen in den Mittelpunkt des Interesses zu stellen, z.B. das Albanische oder das Rumänische. So hatten SchülerInnen dieser Muttersprachen auch die Möglichkeit, ihre Worte ins Spiel zu bringen und in die Kunstsprache zu integrieren.

Kooperationspartner
Institutionen, die OUT OF BABEL unterstützt haben, waren: Wiener Integrationsfonds, media wien, KinderLiteraturHaus, Wiener Städtische Versicherung, Wiener Jugendzentren, Büchereien Wien, der Österreichische Kulturservice, Kulturverein Wien Innere Stadt, die Bezirke Landstraße, Wieden, Margareten, Floridsdorf, Liesing, das Multikulturelle Netzwerk, ORF Radiokulturhaus, Brücken für den Frieden, der Kulturverein Transdanubien, das Wiener Volksbildungswerk, Projektpartnerschulen u.v.a.

 

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