Audio am BRETT

Urplötzlich sind wir auf DAS BRETT gestoßen.

Genau. BRETT – diese uncharmante Bezeichnung für ein zugeschnittenes Stück Flachholz hat uns inspiriert. DAS BRETT als Tischfläche, als Arbeitsfläche, als Bauelement. DAS BRETT aber auch als Klangobjekt, welches sich der Digitalisierung mit jeder Faser und jedem Astloch erfolgreich widersetzt.

DAS BRETT hat uns nicht mehr losgelassen.

Mehr noch – Audioarbeiten, Radiostücke, Hörspiele erhalten nach und nach ihre Plätze auf DEM BRETT, werden zu Audios AM BRETT oder kurz: zu BRETTcasts. Mal sehen – nein: mal hören, ob zwischen mp3-Codierungen und BRETTmaserungen Impulse hin und her springen. Höchstwahrscheinlich, vermuten wir. Audio AM BRETT schwingt also (das Holz, welches sich als Buche entpuppt, macht mit, versteht sich, aber wohl nicht im standardmäßigen 44100 Hertz-Bereich).

Wir tragen DAS BRETT ins Audiolabor. DAS BRETT trägt Stimmen & Sound.

Audio AM BRETT reflektiert, BRETTikettiert, spiegelt die Zeit IM BRETT, verzögert, hält inne, beschleunigt. Ja, manchmal geht es BRETT auf BRETT, auch was Vision und Fantasie anbelangt. Dies führt uns zum Wortspiel (gesprochen oder gesungen), zum Stimmspiel, zum BRETTspiel. Doch nicht ohne Genuss, denn KäseBRETT und BETTljause sind immer dabei. (hoffen wir zumindest für die Hungrigen unter den HörerInnen).

So oder so: Willkommen AM BRETT.

audioplay spezial, audiospot und airplay

Hörbeispiele zu audioplay, audiospot und airplay

audioplay spezial, audiospot und airplay sind gecko art-Projektmodule für junge Menschen in Berufsschulen und berufsbildenden Schulen. Die Produktionen entstehen mit der mobilen Audioausrüstung vor Ort (in den Räumlichkeiten von Schulen bzw. Ausbildungsbetrieben). Siehe auch audio vor ort.

Lasst euch inspirieren (00:58)

58 Sekunden-Plädoyer für die Lehrberufe Bäcker, Konditoreigewerbe, Zahntechnik und Zahnfachassistenz
Audiobeitrag 12 aus der Sendung „Süßes Leiden …“ der Landesberufsschule Baden/NÖ
Produktion: Jän 2016 im Rahmen der Reihe KreAKTIV – Kultur in der Lehre NÖ
(aud309)

Ein Job. Muss her. (04:00)

Kurzsendung mit Lehrlingen der Berufsschule für Handel und Reisen (Hütteldorferstraße, Wien), mit jungen Menschen des Jugendzentrums Vorgartenstraße und der Fachmittelschule Kinzerplatz
Produktion: Jän 2015 als Protosendung für das Projekt THE RADIOSPOT POT
(aud315)

Gäste im Restaurant (01:05)

Lehrlinge sprechen über Arten von Gästen
Audiobeitrag 17 aus einer Sendung von Lehrlingen der Gastronomie (Längenfeldgasse, Wien)
Produktion: Juni 2016 im Rahmen der KulturKontakt Austria-Reihe K3 – Kulturvermittlung mit Lehrlingen
(aud316)

Okay / lasst mich mal drüber reden / die sind nicht Bäcker, die den Teig nur ‚kneeden‘ (00:59)

Rap an der Schnittstelle Bäckergewerbe-Zahntechnik
Audiobeitrag 13 aus der Sendung „Süßes Leiden …“ von Lehrlingen der Landesberufsschule Baden/NÖ
Produktion: Jän 2016 im Rahmen der Reihe KreAKTIV – Kultur in der Lehre NÖ
(aud307)

Yo*satt*es – jeder will es, jeder hat es! (01:27)

Kurzhörspiel zu einer Jubiläumsfeier anlässlich eines neuartigen Getränks
Audiobeitrag 09 aus dem Radiofeature von Lehrlingen der Berufsschule Amalienstraße/Wien
Produktion: Dez 2015 im Rahmen der Reihe Impulsprojekte 2015 von KulturKontakt Austria
(aud305)

G*ALACTIC RADIO OF THE E*MPIRE FM 9300 (04:25)

Hörbeispiel aus der fernen Zukunft des Buchhandels
Auszug aus dem Radiofeature von Lehrlingen der Landesberufsschule St. Pölten/NÖ
Produktion: Jun 2015 im Rahmen der Reihe KreAKTIV – Kultur in der Lehre NÖ
(aud304)

Der Traum des Zimmerers (00:25)

Nachklang des Tages – Fachbegriffe und Sprüche
Audiobeitrag 04 aus dem Radiofeature ‚Reingehört‘ von Lehrlingen der Landesberufsschule Pöchlarn/NÖ
Produktion: März/Apr 2013 im Rahmen der Reihe KreAKTIV – Kultur in der Lehre NÖ
(aud300)

    

Wasserplanet E

Akustischer Eintrag für einen astronomischen Atlas
gecko art-Audiostück / 05:59

AM BRETT 122/08.01.2014: Satz für Satz zoomt sich der fiktive ‚Hör-Eintrag‘ an den Planeten Erde heran. Ausgehend von der Lage der Erde im Weltall, den physikalischen Charakteristika des Planeten und dem Phänomen des menschlichen Lebens und seiner Sprachen auf ihm, Wasserplanet E weiterlesen

Irrational Numbers – Irrational Minds

Radiostück der Gruppe gecko art / 08:56

AM BRETT 121/10.03.2013: Dieses Radiostück der Gruppe gecko art war ein Beitrag zum ‚PI-Day 2013′ für den 14. März (inoffizieller Feiertag zu Ehren der Kreiszahl ‚PI‘, begangen jeweils am 14.3. – in der Schreibweise 3-14 ergeben sich die ersten drei Ziffern von ‚PI‘). Irrational Numbers – Irrational Minds weiterlesen

So etwas wie die Wiege der Welt

Kurzhörspiel der Gruppe gecko art / 20:32

AM BRETT 119/04.01.2012: Mit jedem Vormittag in der Notaufnahme beginnt eine neue „kurze Geschichte zur Diversität“. Kann Krankenhaus ein integrativer Ort sein? – Draußen Novembernebel, drinnen Menschen verschiedenster Kulturkreise, die auf ihre Behandlung warten. So etwas wie die Wiege der Welt weiterlesen

Walter Kreuz / Info

Zurück zum gecko art-Team

___________________________________________________________________________

Rückblick: Autorenlesung, Kurzperformance und Soundwolke im Jänner 2019
LESESTATIONEN zum neuem Buch SEKUNDENBRUCH AUF STRASSE 4

Walter Kreuz las, stand, lehnte, hockte in den Wiener Buchhandlungen Stuwerbuch, Yellow Bookstore und Tiempo Nuevo. Und er spekulierte, was geschieht, wenn Leute – vielleicht zum ersten Mal im ihrem Leben – dem Behorchen, Betrachten, Beriechen, Betasten des Stadtraums freien Lauf ließen: Personen verlassen frühmorgens die Häuser, die Arbeitsstätten. Man meint, in der allerersten Lebenssekunde steckengeblieben zu sein. Menschen kehren einer „glücklichen, smarten und hippen Stadt“ vehement den Rücken.
Sie sind bereit für eine Stadt der Lebenswirklichkeiten … / Weitere Lese-Acts sind für März/April 2019 geplant.

AUDIOVISUELLE TEXTPROBEN auf VIMEO: In einer Kooperation mit dem Verein DAS SPRECH sind in diesem Clip 4 kurze Textstellen aus dem „SEKUNDENBRUCH“ zu hören – vom Autor gelesen, wobei seine poetischen Spekulationen darin um Innehalten, Wahrnehmung, Zeitlosigkeit und Stadt kreisen. Die im Buch gestalteten Illustrationen von Lisa Kröll sind zum Teil in der Audiovision zu sehen. 

 

AUDIOTEASER am Podcast Stadtraum – Zeit und Stille: Zu hören ist ein kurzer Ausschnittaus der Performance. Wie seine „Liegenden“, Hockenden“, „Lehnenden“ aus dem Buchtext, die das (touristische) Stadtbild durch ihre bloße Gegenwart stören, nimmt KREUZ die Rolle eines Akteurs in slow motion ein.

 

DAS BUCH

SEKUNDENBRUCH AUF STRASSE 4
Eine poetische Spekulation
Walter Kreuz

Nachwort Hermann Knoflacher
Illustrationen Lisa Kröll
ISBN 978-3-9504404-4-7

edition splitter wien, September 2018


STADTRAUM IST WAHRNEHMUNGSRAUM

Wo sind sie hin, die – lyrischen – Momente, in denen die Zeit stillzustehen scheint und man das Stadtbild durch intensives Dastehen und penetrantes Betrachten verstört? Ort des Geschehens ist Straße 4 einer nicht benannten Stadt, in welcher unterschiedliche Personen vom Wahrnehmungsraum – ihrer unmittelbaren städtischen Umgebung – ergriffen werden.

Die Leute verlieren sich in kleinen und kleinsten Dingen, nehmen sich alle Zeit (von) der Welt, um jede Einzelheit in ihrer eigentümlichen Form zu entdecken. Sie meinen, in einer Sekunde steckengeblieben zu sein. Vielleicht ist es auch die allererste Sekunde ihres Lebens, die sie unterbrechen. In diesem Zustand des Sekundenbruchs gibt die Zeit immer kleinere Einheiten von sich preis. Stille, die daraus entsteht, nimmt ekstatische Züge an. Man legt sich akkurat auf den Straßenboden, man kann sich an der Druckerschwärze der Zeitung nicht satt riechen, man fällt mit seinen Sinnen regelrecht in die Objekte des Stadtraums ein.

Die Leute empfinden den Akt der Wahrnehmung, der nicht mehr mit der Zweckmäßigkeit der Gestaltung öffentlichen Raums korrespondiert, als das eigentliche Ankommen in der Welt.

KURZER TEXTAUSZUG (Sekundenbruch, Seite 62): … Die Menschen auf Straße 4 waren erfüllt, sie waren fast trunken von ihrem Sekundenbruch, ihrem Innehalten, ihrer Pattstellung, ihrer Sinneserhebung, ihrem Warten Warten Warten. Was konnte sie denn aufhalten, wenn es wieder so weit wäre, wenn sie nochmals auf die Straße treten würden? Eine Sondereinheit namens Überwachung der Sinne? Ein Ausreiseverbot in die unendlichen Weiten des Mikrokosmos, weil damit die nationalen Grenzen unterschritten würden? Der Bau einer Mauer rund um alle Objekte im Wahrnehmungsbereich des Individuums? …

REZENSIONEN

Kulturwoche.at (Dezember 2018)
Nadja Baha: Was ist da los? Auf der Straße, in den Herzen und Köpfen der Menschen
Auszug: … Philosophische Gedanken zur Stadt werden in kleinen Splittern dargeboten. Da heißt es z.B.: „Stadt war Übergangszone. Stadt war Antithese zu Geborgenheit. Städte wären Unfälle der Erdgeschichte. Städte waren Kopfbahnhöfe des Anthropozäns.“ Alles wunderbare Sätze für Graffitis … 

Literaturhaus (Oktober 2018) mit Leseprobe:
Katia Schwingshandl: Absolute Immanenz: Eine poetische Spekulation
Auszug: … Walter Kreuz spielt sein Spiel der Sprache gut, er will und muss schließlich die Sprache laufen, fließen und tönen lassen. Ohne Zweifel ist er selbst auch ein Stehender, Sitzender, Schauender, Tastender und so ist auch diese in der Edition Splitter erschienene Spekulation zu lesen, zu schauen, die Stille darin beinahe zu hören …

Straßenzeitung Augustin, Magazin, Ausgabe 2/2018
Reinhold Schachner: Walter Kreuz‘ spekulativer Umgang mit Stadtraum/Tabula rasa in der «Straße 4»
Auszug: … «Es entstand unter ihnen [den Menschen auf der Straße 4] ein völlig unaufgeregtes Gespür fürs Nichtsein.» Dabei lehnt sich Walter Kreuz sehr weit aus dem Fenster hinaus auf die Straße. Und es lohnt sich allemal, das Risiko einzugehen, ihm zu folgen, denn der poetische Spekulant stürzt weder ins Esoterische noch ins Dystopische ab ...

Fotos (wenn nicht anders angegeben) : Evelyn Blumenau, edition splitter, gecko art

___________________________________________________________________________

 

la_geckoart_001

Walter Kreuz
will / muss sprache laufen, fließen, tönen lassen
Er wurde 1958 in Wien geboren, hat 1976 ebenda maturiert und wurde nach einigen Studienjahren weiser, erwies sich nach Schauspielausbildung jedoch dramaturgisch versierter. Nach einem zweijährigen Zwischenstopp als Filmemacher ist Kreuz seit 1984 SCHAUSPIELER, KUNSTSCHAFFENDER, AUTOR und AUDIOPERFORMER.

Als Ensemblemitglied verschiedener Theatergruppen durchspielte er die 1980er Jahre – u.a. in Stücken von Frisch, Dürrenmatt (Theater Spielraum Wien) und Shakespeare (Akteurs, Theaterperspektiv). Als Outdoor-Performer baute und bewegte er ein Jahrzehnt später Riesenmarionetten und Hörobjekte durch den öffentlichen Raum.

Als Gründungsmitglied der Gruppe gecko art leitet er seit 1993 gemeinsam mit der Schauspielerin und Sängerin Evelyn Blumenau partizipative Audioprojekte mit Gastauftritten in zahlreichen europäischen Städten und steht in Leseperformances und Live-Hörspielen mit ihr gemeinsam auf der Bühne.

la_geckoart_003Apropos Bühne: Sprechbühnen betritt Kreuz mit seinen Texten seit 2008 (u.a. im Museumsquartier Wien, in Galerien, Bibliotheken oder auf der Frankfurter Buchmesse). Für Radio und Audioplattformen textet und produziert er seit 2010 Hörspiele, Audiostücke und Radiofeatures – denn: Sprache muss laufen, fließen, tönen. Ob aus dem Kreuz’schen Autorenmund, per Magnetabtastung des Tonbands oder mittels digitaler Ablesung des Audiofiles direkt von Festplatten – ja, jede Verlautung von Sprache öffnet Türen, überwindet Grenzen, lässt aufhorchen, lässt Wechselwirkungen zwischen gesprochenem Wort und gedrucktem Text wahrnehmen.

Walter Kreuz / Werklistenauszug
Was lief, was tönte, was floss? Was ist aktuell, was fließt permanent?

1985 – A Midsummer-Night’s Dream / William Shakespeare (Produktion und Schauspiel)
1988-1989 – Satyricon unter den Gassen (Solostück frei nach Titus Petronius Arbiter)
1989 – The Merry Wives of Windsor / William Shakespeare (Produktion und Schauspiel)
1993 – Freizeit-Denkzeit-Sternzeit (Ausstellungsmodul mit Audio-Objekten, Palais Palffy, Wien)
1994-1998 – Speak up-Sessions und Audioworkshops regional und international
1999-2002 – Partizipative Spracherfindungsprojekte (Wien)
2003-2005 – Partizipative Hörspiel-Brücken, u.a. mit Medienpartnern aus Nigeria
2005-2007 – Audiomodule für die Ausstellung TonAU (Sprecher, Soundmixer und Produzent)
2008 – Karlas Lauf gegen die Raumzeit (Buchpublikation, Edition Roesner)
2009 – Der Spiegelgänger (Live-Hörspiel, DAS SPRECH)
2010 – Start der Projektreihe Krenzwalter (Leseperformances)
2012 – Wie leben (Textpublikation und Leseperformance, DAS SPRECH)
2012 – So etwas wie die Wiege der Welt (Hörspiel, Text und Produktion)
2013 – Wunderbarer Schreck (Radiostück, Text und Produktion)
2013 – In the Line with Earth (Radiostück, Text und Produktion)
2014 – Wunsch. Nach Feind. Plus Bild (Radiostück, Text und Produktion)
2014 – Organion oder Das Ende des Aprils (Buchpublikation, Live-Hörspiel, DAS SPRECH)
2015 – Dies ist die Wiedergabe meines Gesichts (Radiostück, Text und Produktion)
2016 – Dinge in der Hand, die Sachen machen (Radiofeature, Text und Produktion)
2016 – ENGEL 3.0 – dreh dich um und schrei (Live-Hörspiel, Text und Produktion)
2018 – Sag’s vielen … vielen! (Live-Hörspiel, Text und Produktion)
2018 – Sekundenbruch auf Straße 4 (Buchpublikation, Edition Splitter, Wien)

Auszeichnungen (Auswahl)

2002 – Hans Czermak-Preis für das Projekt Out of Babel (gemeinsam mit Evelyn Blumenau, Wien)
2009 – National Winner of the European Podcast Award (Hamburg)
2010 – 13. Radiopreis der Erwachsenenbildung (Wien)
2011 – 14. Radiopreis der Erwachsenenbildung (Wien)
2011 – Nominierung für den Europäischen Civis-Radiopreis (Berlin)
2013 – Nominierung zum 16. Radiopreis der Erwachsenenbildung (Wien)
2014 – Nominierung zum 17. Radiopreis der Erwachsenenbildung (Wien)
2016 – Nominierung zum 19. Radiopreis der Erwachsenenbildung (Wien)
2017 – Nominierung für /// Das glühende Knopfmikro des Berliner Hörspielfestivals (Berlin)
2017 – 20. Radiopreis der Erwachsenenbildung (Sendung Berufswelten, Wien)
2017 – Nominierung zum 20. Radiopreis der Erwachsenenbildung (Sendung Diese „M“, Wien)

geckoart_label_wa02Walter Kreuz  / Textauszug aus ORGANION oder Das Ende des Aprils
(DAS SPRECH, 2014, ISBN 978-3-200-03558-4)

(…) Hintzen lacht. Er hat gut kullern, er sitzt als einziger obenauf, und zwar auf Wladimir-Wladimirs Schultern. Dieser schwimm-tritt nicht nur die Schwaden des uneigentlichen Ozeans, sondern steht bis zu den Knien im Teich. Quecksilberfarbene Schweißperlen kollern an ihm herab. Im selben Teich, einen Lachssprung entfernt, liegt Dorit-Elisabeth Kowsky mit ihrem Bett vor Anker, an dessen Bug Maja im Sitzen schlummert. Um beide Frauen kreist Kurt mit seinem Rollstuhl-Raddampfer. Sehe im Augenwinkel, wie Mobiltelefontasten gedrückt, wie Displays kleiner schwarzer Dinger angetippt werden, und vermute, dass wir in Bälde von einem Polizeiaufgebot umzingelt sein würden. Ja, es würde einiges zu erklären sein (…)

Auszüge aus Rezensionen zu Texten von Walter Kreuz

(…) Bei Walter Kreuz geht es zu wie in den wildesten Fantasy-Geschichten. Nix is fix, alles ist möglich. Zeit und Raum sind keine Konstanten, ganz im Gegenteil: unsere gewohnte Raumzeit leidet unter akuter Strukturschwäche, was auch zur Folge hat, dass nichts dagegen spricht, wenn zwei Bäume und ein mittelschweres Eisentor ein Geschehen kommentieren, das sich fern von ihnen abspielt. (…)
Sabine Dengscherz (Online-Magazin des Literaturhauses Wien)

(…) Mir scheint, dass hier ein Autor die wesentlichen Traditionen der modernen Poesie und Prosa in einer gänzlich neuen und unbefangenen Weise weiterführt, wir haben in der deutschen Sprache ohnehin wenig Hergebrachtes, angefangen von Jean Paul, DADA, Arno Schmidt, der konkreten Dichtung nach 1945, Ernst Jandl, Marc Adrian, Teile der Arbeiten der sogenannten Wiener Dichtergruppe, oder auch des Rezensenten. Ich will auch Marianne Fritz in diesem Zusammenhang erwähnen (…)
Hermann J. Hendrich (E-Journal)

(…) Sprache sei „Gedankenwiedergabe in Lauten oder anderen wahrnehmbaren Zeichen”, heißt es. Diese Erläuterung hat sich der Autor zu Herzen genommen. Denn der Text lotet auf das Erfrischendste mit Phonetik und Grafik die verschiedenen Sprachbereiche aus (…)
Sophie Reyer (Literaturzeitschrift schreibkraft)

Evelyn Blumenau / Info

la_geckoart_008
Evelyn Blumenau

BEsingen, BEsprechen, BEtexten, BEtönen  

Herangewachsen im Wien der 70er Jahre, entscheidet sie sich nach der Matura für Schauspiel. Von 1981 bis 1998 steht sie auf der Bühne und spielt u.a. in Turrini-, Fassbinder-, Nestroy-, Wilde- und Frisch-Stücken im Theater Phönix Linz, im Jura Soyfer-Theater Wien, im Theater Spielraum Wien, im Projekttheater Vorarlberg.

Ihre Studienzeit an der Wirtschaftsuniversität (Tourismuslehrgang) und am Dolmetschinstitut (Französisch/Spanisch) ist weniger fesselnd, vielmehr fühlt sie sich in ihren künstlerischen Tätigkeiten bestärkt und sucht nach weiteren Ausdrucksformen.
1989 gründet sie mit Kollegen die Musikgruppe NOVISAD. Konzerttournéen und Konzertlesungen führen die Band u.a. nach Oxford, New York, Tiflis, Bukarest, Plovdiv, Ljubljana, Olomouc, Budapest. Es entstehen 10 Musikalben. Zusammenarbeiten mit bildenden und darstellenden KünstlerInnen, Filmschaffenden und zeitgenössischen Literaten erweitern das musikalische und performative Spektrum der Gruppe.

la_geckoart_006a_fon1993 ist das Gründungsjahr von gecko art. Gemeinsam mit dem Kunstschaffenden Walter Kreuz führt sie partizipative Audioprojekte in Österreich und in zahlreichen europäischen Städten durch.
Ab 2000 ist sie als Leseperformerin und Vokalistin aktiv und präsentiert eigene poetische Texte. Ihr Augen- und Ohrenmerk liegt auf Innenwelten und Zwischenräumen der äußeren und inneren Wahrnehmung.
In Zusammenarbeit mit Walter Kreuz entwickelt sie Lese-Performances zu eigenen Werken und agiert als Sprecherin in  Audiostücken des Autors Kreuz – live und on air.

 

Evelyn Blumenau / Werklistenauszug

MUSIKALBEN
1990 – LP Nuts & Berries, Extraplatte (Gesang)
1992 – CD Dreaming starts here, WCA (Gesang, Kompositionen)
1994 – Maxi-CD Super oder Normal, WCA (Gesang, Kompositionen)
1995 – CD Home is in my shoes, WCA&Riva Sound (Gesang, Kompositionen)
1999 – CD Music For The Time After Rock ’n‘ Roll, WCA (Gesang, Kompositionen)
2003 – CD Europe’s other side (Gesang),  WCA
2008 – Doppel-CD RISE, Extraplatte (Gesang, Kompositionen)
2012 – Buch- und CD-Publikation 16 songs – 22 years, Lindo Records (Gesang, Kompositionen)
2013 – CD Almond Trees & Roses, Lindo Records (Gesang, Kompositionen)
2016 – CD himmel and hölle, Lindo Records (Gesang, Kompositionen)

AUDIOSTÜCKE, TEXTARBEITEN, GESANGSKOMPOSITIONEN
2002-2007 – Texte für Wintertheater-Szenen des gecko art-Projekts ‚Der Schlitten mit dem lachenden Rentier‘ (Autorin/Sprecherin)
2005-2007 – Texte für  Audiomodule der Ausstellung TonAU (Autorin/Sprecherin)
2010 – Instrumentalkomposition ‚Sternenflugsymphonie‘ für das gecko art-Projekt ‚Stimmen unter Sternen‚ (Komposition/Aufnahme)
2013 – Von meiner Weiten – ein Lied für Veza Canetti (Auftragskomposition gemeinsam mit Novi Sad im Rahmen des TASTE-Projekts ‚Veza lebt’)
2015 – Gesangskomposition ‚Stimmdualitäten‘ (Komposition/Gesang)
2016 – Text für Hörspiel ‚3 oben 6 unten / oder / DER HUND IST DUMM‚ (Autorin/Sprecherin)
2017 – Konzeption und Produktion des experimentellen Audiostücks DoiDoi

AUDIOVISUELLES
Seit 2017 – Produktion von Audiovisionen zu Geräuschcollagen, Texten und Liedern. Audiovision zum Lied BADIA – A SECRET TUSCAN PLACE (Doppel-CD RISE).

PUBLIKATIONEN UND ARTIKEL
Seit 1992 – Liedtexte und Liedkompositionen für NoviSad
2007 bis 2010 – Zahlreiche Artikel auf Kulturwoche.at
2010 –  Krone. Verloren. (Buchpublikation bei DAS SPRECH, Leseperformance)

Auszeichnungen (Auswahl)

2002 – Hans Czermak-Preis für das Projekt Out of Babel (gemeinsam mit Walter Kreuz, Wien)
2010 – 13. Radiopreis der Erwachsenenbildung (Wien)
2011 – 14. Radiopreis der Erwachsenenbildung (Wien)
2012 – National Winner of the European Podcast Award (Hamburg)
2013 – Nominierung zum 16. Radiopreis der Erwachsenenbildung (Wien)
2014 – Nominierung zum 17. Radiopreis der Erwachsenenbildung (Wien)
2016 – Nominierung zum 19. Radiopreis der Erwachsenenbildung (Wien)
2017 – Nominierung für /// Das glühende Knopfmikro des Berliner Hörspielfestivals (Berlin)
2017 – Nominierung für /// Der Mikroflitzer des Berliner Hörspielfestivals (Berlin)
2017 – 20. Radiopreis der Erwachsenenbildung (Sendung Berufswelten, Wien)
2017 – Nominierung zum 20. Radiopreis der Erwachsenenbildung (Sendung Diese „M“, Wien)

la_geckoart_007Evelyn Blumenau / Text zum Lied WHAT WILL REMAIN
Veröffentlichung auf der Doppel-CD RISE (2008 Extraplatte, Wien)

Her life was a full one, when She gathered,
her life was a full one, when She shattered.
What will remain, what will sustain,
when She’s gone, when She’s gone?

Her love was a big one, much too big one,
her love was so big once, nobody knows.
What will remain, what will sustain,
when She’s gone? when She’s gone,
when She –

I saw the rain inside, I saw the pain inside,
I saw Her struggling, I saw Her struggling,
when She’s gone, when She’s gone,
when She’s gone.

Dieses Lied ist Teil des Soundtracks zum Radiostück IN THE LINE WITH EARTH von Walter Kreuz.

Auszüge aus Kritiken
zu musikalischen Werken von Evelyn Blumenau

Die österreichische Band Novi Sad zieht nach 22 Jahren Bilanz – mit einer exzellenten Werkschau, die aus Jubiläums-CD und Buch-Biografie besteht (…) Einerseits verstehen sich Sängerin Evelyn Blumenau und Gitarrist Klaus Schuch auf das Schreiben wunderschöner Songs, andererseits haben sie Pioniergeist, Entdeckungs- und Experimentierfreude. Lange „freie“ Instrumentalflächen, Collagen und Lärm-Passagen belegen, dass man sich durchaus gewandt jenseits konventioneller Songstrukturen zu bewegen weiß. (…)
Wiener Zeitung

(…) Evelyn Blumenau singt mit Elfenstimme Ethno-Blues mit folkigen Einschlägen. Für Freunde der Tiger Lillies und von Musik mit balladesk-mittelalterlichem Touch.
Magazin Woman

(…) … in the air. So heisst auch das gleichnamige zweite Stück auf „Rise“, grandiose 13 Minuten lang. Der Musik kann man jedenfalls keine Geschwindigkeitsübertretung vorwerfen, es ist auch kein Trauerspiel. (…) Melancholie ohne Sentimentalität, wie die besten Volkslieder, und es erinnert mich manchmal an Kate Bush zu ihren besten Zeiten. Exzentrisch und akkordeon-lastig überzeugt das siebte Album des Wiener Quintetts um Sängerin Evelyn Blumenau. (…)
Folk World